Nach der Uraufführung in St. Gallen feiert das Musical „Wüstenblume“ am Deutschen Theater München Deutschlandpremiere und erzählt dort Waris Diries Lebensgeschichte mit Höhen und Tiefen. Wir haben die Show dort besucht und berichten euch:

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Das Musical „Wüstenblume”:

„Wüstenblume“ von Autor Gil Mehmert basiert wie der Film auf der bewegenden Biografie von Waris Dirie. Das Musical beginnt mit ihrer Rückkehr nach Somalia, wo die Geschichte ansetzt und mit ihrer Flucht vor einer Zwangsheirat beginnt. Diese führt sie nach London, wo sie als Dienstmädchen und bei McDonalds arbeitet. Nach Eingewöhnungsschwierigkeiten beginnt aber auch ihre Modelkarriere dort und sie findet schließlich ihre Stimme findet, um über die ihr widerfahrene Beschneidung zu sprechen…

Die Musik stammt von Komponist Uwe Fahrenkrog-Petersen, der den kulturellen Rahmen mit poppigen Ensemble-Nummern mit unterschiedlichen Einflüssen wie auch afrikanischen Ethno-Pop-Anklängen absteckt, deren Inhalt (Liedtexte: Frank Ramond) sehr banal gehalten ist. Diese erklingen abwechselnd mit Soli, welche die Herausforderungen in Waris Leben ausdrucksstark herüberbringen.

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Die Besetzung der Premiere:

Naomi Simmons ist als jugendliche Waris zu sehen, die sich voller Energie, Willen & Charisma ihren Weg nach London bahnt. Dort wächst Kerry Jean im Laufe des Abends über die kulturellen Differenzen heraus und zeigt Waris Dirie schließlich als starke Frau mit unvergleichlichem Ausdruck und klarer Haltung. Beide beherrschen die Bühne mit starker Präsenz und vertonen ihr Schicksal stimmgewaltig.

In London steht ihr Marilyn als Freundin unterstützend zur Seite, die Denise Lucia Aquino mit viel Charme und komödiantischem Timing verkörpert.

Im Rahmen der Biografie tauchen zahlreiche Nebenrollen auf, die das Ensemble entsprechend ausfüllt. Besonders gilt es Terja Diava als Mutter sowie Joachim Kaiser als alten O’Sullivan mit ihren ausdrucksstarken Soli hervorzuheben. Das weitere Ensemble erweckt mit den energetischen Choreografien von Jonathan Huor die Umgebung zum Leben.

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Die Show in München:

Regisseur Gil Mehmert erzählt die Geschichte in einem hohen Tempo. So wechselt das Stück schnell zwischen ernsten Szenen und leichten Ensemblenummern, wobei der dramaturgische Bogen zwischenzeitlich kaum gespannt wird. Darüber hinaus schafft Mehmert – im schlichten Bühnenbild von Austin Barrecca mit Hilfe von Projektionen sowie farbenfrohem Licht von Michael Grundner und Kostümen von Claudio Pohle – eindrucksvolle Bilder, die noch lange nachhallen

„Wüstenblume“ ist ein Stück mit Höhen und Tiefen wie in Waris Diries Leben, welches von zwei starken Hauptdarstellerinnen getragen wird und letztendlich eine starke Botschaft übermittelt.

Weitere Informationen und Tickets für „Wüstenblume  – das Musical“ am Deutschen Theater München erhaltet ihr hier.

Besuchte Vorstellung: 05. Oktober 2023 (Deutschlandpremiere von „Wüstenblume – das Musical“) im  Deutschen Theater München

Vielen Dank an das Deutsche Theater München für die freundliche Einladung zur Premiere von „Wüstenblume – Das Musical“!

(Bildquelle (c) Annette Hempfling)

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