2020 wurde in einem Symposium der Deutschen Musical Akademie die Entwicklung von „Frankenstein“ angestoßen – 2023 eröffnete die Weltpremiere des Musicals die Luisenburg-Festspiele in Wunsiedel. Wir haben die Produktion besucht und berichten euch:

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Das Musical „Frankenstein”:

Kevin Schröder hat das Buch nach der weltbekannten Vorlage von Mary Shelley geschrieben. Die dramatische Geschichte erzählt von dem ambitionierten Studenten Viktor Frankenstein. Er studiert in Ingolstadt die Naturwissenschaften beim renommierten Professor Weishaupt, doch seine Hypothesen stoßen auf Ablehnung. Erst als Frankenstein Forschungsmaterial bereitstellt wird er gefördert. Nachdem seine Mutter stirbt, vertieft er sich endgültig in seine Arbeit – getrieben von der Idee des ewigen Lebens erschafft er schließlich ein Monster…

Marian Lux hat für das Musical einen rockigen Score komponiert, der mit elektronischen Beats versetzt ist. Dabei schafft er für jeden Charakter ein wiederkehrendes Thema, was sich stimmig durch den Abend zieht und sich mit diesen weiterentwickelt. Die Band sorgt unter der Leitung von Markus Syperek für einen vollen Klang, der teils die Darsteller übertönt.

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Die Besetzung der Uraufführung:

Jonas Hein trägt als Viktor Frankenstein den Abend. Er verkörpert ihn als strebsamen Forscher, der sich in seiner Arbeit verliert und der restlichen Welt gegenüber kalt wirkt. In seinen Songs etabliert er eindrucksvoll seine Ambitionen und drückt dem Publikum gegenüber stimmgewaltig seine Gefühlswelt aus.

Torsten Ankert ist als Prof. Weishaupt eine unnahbare Koryphäe, die wie ein Rockstar gefeiert wird. So wirkt er wie ein überzeugender Showman und führt als solcher die Illuminaten an, wobei dessen bedrohliche Seite bemerkbar wird.

Mareike Heyen ist als Elisabeth Lavenza mit Frankenstein aufgewachsen. Sie sehnt sich mit starker Stimme nach der unbeschwerten Zeit zurück, wenngleich sie Viktor immer unterstützt.

Timo Stacey ist dagegen als charismatischer Henry Clerval von daheim ausgebrochen und genießt das Leben in Ingolstadt als Jura-Student in vollen Zügen. Als Freund entführt er Viktor in die Gasthäuser und hilft ihm ihn stets.

Im Wald lebt die mysteriöse Mara abgeschieden. Faye Bollheimer verleiht ihr einen bezaubernden Charme, dem sich Henry hingibt. Ihre Rolle wird jedoch nie richtig vorgestellt, sodass diese im Laufe der Geschichte für Verwirrung sorgt.

Das Ensemble verkörpert gemeinsam das Monster von Frankenstein, welches so den Abend über allgegenwärtig erscheint. Mit den ausdrucksstarken Choreografien von Bart de Clerq bildet es eine harmonische Einheit und erwacht mit einer ganz besonderen Dynamik zum Leben.

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Die Show bei den Luisenburg-Festspielen Wunsiedel:

Diese Abstraktion ist ein geschicktes Stilmittel in der Inszenierung von Christoph Drewitz, der so eine Geschichte über das menschliche Streben und die Grenzen des Einflussbereiches erzählt. Wenngleich es zwischenzeitlich kleine Längen gibt, kommt auch die Spannung im Psycho-Thriller nicht zu kurz. Besonders stimmungsvoll wirkt dieser bei Nacht, wenn die eindrucksvolle Felsenbühne mitsamt Wasserfall und farbenfrohen, anatomischen Kostümen (Adam Nee) im stimmungsvollen Licht erscheint.

„Frankenstein“ bei den Luisenburg-Festspielen Wunsiedel ist ein spannendes, neues Musical, welches mit einem modernen Ansatz und starken Stimmen schließlich beeindruckt.

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Weitere Informationen und Tickets für „Frankenstein“, das Musical bei den Luisenburg-Festspielen Wunsiedel erhaltet ihr hier.

Besuchte Vorstellung: 16.06.2023 (Premiere) bei den Luisenburg-Festspielen Wunsiedel.

Vielen Dank an die Luisenburg-Festspielen Wunsiedel für die freundliche Bereitstellung der Pressekarten für „Frankenstein“!

(Bildquelle (c) Florian Miedl)

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