Acht Monate lang luden die Vampire im Stuttgarter Palladium Theater allabendlich zum Ball, der im Biss des Graf von Krolock gipfelte – doch was wäre dieser Moment ohne das berühmte Vampir-Gebiss?

Wir haben den Zahntechniker Antonios Labis besucht, der die Gebisse für die Stuttgarter Produktion fertige und uns Einblicke in die Herstellung gab:

Zunächst werden Abdrücke vom Ober- und Unterkiefer genommen, damit die Schiene passgenau für die Zähne der Darsteller ist. Diese Abdrücke werden anschließend mit Gips ausgegossen und nach dem Aushärten von Hand bearbeitet, sodass damit gut weitergearbeitet werden kann. In einem speziellen Gerät wird währenddessen eine Schienen-Vorlage eingespannt und erhitzt, die dann mit Hilfe von Druckluft auf das fertige Modell des Oberkiefers – welches darunter positioniert wurde – aufgetragen wird und die Struktur der Zähne nachzeichnet. Auf dieser Schiene werden dann die markanten Eckzähne ergänzt, die zunächst aus Wachs geformt sind und mit Kontern aus Silikon fixiert werden. Diese Konter-Elemente bilden, nachdem die Wachs-Zähne wieder entfernt wurden, eine Hohl-Form, die mit Kunststoff ausgegossen wird. Mit Hilfe des Unterkiefer-Modells werden schließlich die Details in Handarbeit ausgearbeitet, sodass die Zähne gut im Mund liegen und die Darsteller so die bekannten Lieder, wie beispielsweise die „Totale Finsternis“, authentisch singen können.

In unserer Foto-Strecke könnt ihr einige Eindrücke von der Herstellung bekommen:

 

Wer nun auch auf den Geschmack gekommen ist, kann sich sein individuelles Vampir-Gebiss bestellen, welches der Hingucker beim nächsten „Tanz der Vampire“-Besuch ist!
Dafür ist kein Besuch in Stuttgart nötig, da auch der Zahnarzt vor Ort die Abdrücke nehmen kann, die für die Fertigung notwendig sind – weitere Informationen erhaltet ihr hier.

Vielen Dank an Labis Dental für die Einblicke in die Herstellung und Kooperation sowie an Kalotas Dental für die Abdrücke!

(Bilder (c) musicalzone.de)

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