Pop-Geschichte live erleben bei „Die Cher Show“! Erstmalig tourt das Broadway Musical rund um die Ikone Cher in Europa. Zum 60 Jährigen Bühnenjubiläum des Stars bringt ShowSlot ihre Geschichte mit allen Höhen und Tiefen auf die Bühnen in Deutschland und Österreich. Wir haben die Tour in Frankfurt besucht und berichten euch:

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Das Musical „Die Cher Show“:

Mit dem Hit „If I could turn back time“ beginnt die Show. Die Zeit wird wortwörtlich zurückgedreht und das Publikum taucht ein, in das Leben und die Karriere der legendären Sängerin Cherilyn Sarkisian aka Cher. Die Show beleuchtet ihre Anfänge in der Musikindustrie bis hin zu ihrem Status als eine der größten Pop-Ikonen aller Zeiten. Sie wird dabei von drei unterschiedlichen Darstellerinnen verkörpert, die verschiedene Phasen ihres Lebens widerspiegeln. Dazu gehört auch ihre frühe Karriere mit Sonny Bono, die Trennung von ihm und der Beginn ihrer Solo-Karriere sowie ihre Erfolge in der Musik-, Film- und TV-Branche.

Hauptbestandteil der Show sind selbstverständlich Chers zahlreiche Nummer 1 Hits, die an diesem Abend von der Band unter der Leitung von Alexander Melnik gespielt werden. „If I could turn back time“ bringt das Publikum zurück in Chers von Ausgrenzung geprägte Kindheit. „I got you, Babe“ erzählt von Sonny und Chers Beziehung und ihrem gemeinsamen Leben zwischen Karriere und Familie. In „Bang Bang“ lässt Lady Cher kurz vor der Pause ihren Frust los und zeigt damit die Kehrseite des Ruhms. Die Songs sind perfekt in die jeweiligen Szenen eingebaut und zeigen deutlich, in welcher Phase von Chers Leben man sich befindet.

Die Besetzung der Tour:

Die Chers: Clara Marie Hendel springt an diesem Abend in die Rolle von Star Cher und steht der Erstbesetzung in nichts nach. Mit geballter Stimmkraft, aber zeitweise auch verletzlicher Seite, verkörpert sie die Stil-Ikone mit voller Power.

Hannah Leser beeindruckt als Lady Cher mit purer Eleganz, traumhafter Stimme und tollem Körpergefühl. Besonders beeindruckend ist die Ensemble-Nummer mit Modedesigner Bob Mackie (Maximilian Vogel).

Pamina Lenn überzeugt als Babe Cher in jeder Hinsicht. Mit kindlicher Verspieltheit zeigt sie ein junges Mädchen, das weiß was es will und bereit ist, dafür alles zu geben – wenn manchmal auch etwas Naivität durchschimmert. Stimmlich erstaunt Lenn an diesem Abend am Meisten. Schließt man die Augen, könnte man einen Moment denken, dass Cher höchstpersönlich auf der Bühne steht. 

Insgesamt ergibt sich eine tolle Dynamik zwischen den drei Chers, die sich tatkräftig zur Seite stehen, aber auch keine Möglichkeit auslassen, sich gegenseitig kleine Seitenhiebe zuzustecken. Die Aufteilung auf drei Personen verleiht der Geschichte die perfekte Abwechslung, da jede Schauspielerin ihrer Cher etwas persönliches mitgibt. 

Als Sonny ist Jan Rogler als Sonny Bono an Chers Seite. Was als niedliche Liebesgeschichte beginnt, endet in Streit und Trennung. Rogler zeigt sich vielseitig und geht eine deutliche Charakterentwicklung ein. Während er als „charmanter Manager-Ehemann“ noch viel Sympathie bekommt, offenbart er als kontrollierende Instanz seine Schattenseiten. Spätestens mit dem Satz „Die Welt gehört den Männern“ ist das Machtgefälle in der Beziehung klar. Toll umgesetzt! 

Hanna Kastner schlüpft in die Rolle von Georgia Holt – Chers Mutter – und sorgt für viele Lacher an diesem Abend. Als treue Unterstützerin ihrer Tochter ist sie stets an ihrer Seite, obwohl sie es sich nicht nehmen lässt, Cher immer wieder zu einer reichen Heirat überreden zu wollen. „Half-Breed“ und „You better sit down, kid“ zeigen die starke Beziehung von Mutter und Tochter.

Das Ensemble überzeugt durch hohe Präzision und bemerkenswerte Wandlungsfähigkeit. Mit Energie und Spielfreude entwickeln die Darstellenden eine mitreißende Dynamik, die vor allem in den wiederkehrenden Shownummern und Choreografien von Nigel Watson zu erkennen ist. Dazu gehören unter anderem „Ain‘t Nobodys Business if i do“, „Bang Bang“, „The Beat goes on“ und das „Finale“. Die Tänze sind kraftvoll und elegant und werden vom Ensemble mit viel Gefühl umgesetzt – ein besonderer Applaus gilt dem Tanzsolo bei „Dark Lady“.

Die Show in Frankfurt:

Die Inszenierung von Regisseur und Choreograf Christopher Tölle ist ein temporeich erzähltes, visuell sehr starkes Porträt der Pop-Ikone. Chers Leben wird klug strukturiert erzählt und changiert dabei gekonnt zwischen Glamour und emotionaler Tiefe. Requisiten benötigt es dabei nicht viele. Das Set-Design (Andrew Exeter) ist eine halbrunde Kulisse mit zahlreichen Scheinwerfern und LED-Wänden. Überall ist Chers Name zu lesen. In den Wänden sind mehrere Türen versteckt, die man aus Zuschauersicht zunächst nicht erkennen kann. Die Band sitzt mittig oben und kommt immer wieder zum Vorschein, wenn die Chers die Szene von oben kommentieren. Alles am Bühnenbild schreit nach Showbusiness, was in diesem Falle perfekt passt. Den Feinschliff zur vollendeten Show-Parade liefern das gut abgestimmte Licht- (Andrew Exeter) und Videodesign (Duncan McLean). 

Aber was wäre ein perfektes Szenenbild ohne passende Kostüme? Diese stammen von Heike Seidler und orientieren sich an den Originalen Cher Outfits. Besonders beeindruckend ist der Regenbogen Jumpsuit ebenso wie die finalen Kostüme der Chers. Ein Traum in silber, beige, Glitzer und Federn. Alles, was das Showherz begehrt. Während die Chers einen ikonischen Look nach dem nächsten präsentieren, tritt das Ensemble nach der Opening Nummer immer im gleichen Kostüm auf. Etwas schade. Alles in allem, ist es ein sehr stimmiges Bild.

Insgesamt überzeugt „Die Cher Show“ durch starke Gesangsleistungen und mitreißende Shownummern. Die Inszenierung ist ein gebührendes Denkmal an die Pop-Ikone und bietet einen unterhaltsamen Abend für alle Fans und solche, die es noch werden wollen. Die Ohrwürmer sind garantiert!

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Weitere Informationen und Tickets für die Tournee von „Die Cher Show“ erhaltet ihr hier.

Besuchte Vorstellung: 28.01.2026 in der Jahrhunderthalle Frankfurt.

Vielen Dank an ShowSlot für die freundliche Bereitstellung der Karten für „Die Cher Show“ auf Tour!

(Bildquelle (c)  Nico Moser)

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