Wir durften mit Oedo Kuipers, dem Wolfgang Mozart aus dem Musical „MOZART!“ ein Interview führen, welches er derzeit im Raimund Theater in Wien spielt.
Wir sprachen mit ihm über die neue Rolle,  die Stadt Wien, das erste Engagement beim „Phantom der Oper“ und seine Traumrollen.
Seine Antworten, auch in Video-Form, findet ihr hier:

Musicalzone:  Herr Kuipers, könnten Sie sich bitte unseren Lesern vorstellen?

Oedo Kuipers: Hallo Leser! Ich bin Oedo Kuipers und spiele hier im Raimund Theater in Wien die Rolle des Wolfgang Mozart in „MOZART! – Das Musical“.

MZ: In Wien sind Sie als „Wolfang Mozart“ in der Neufassung des rockigen Musicals „MOZART!“ zu sehen. Können Sie uns etwas über Ihren Part im Stück erzählen?

OK: Meine Rolle… Im Stück haben sie die Person „Mozart“ in zwei Teile geteilt: In das Genie Mozart, welches von einem Kind dargestellt wird und den Mensch Mozart, den ich spiele – vom jungen Erwachsenen bis zu seinen Tod mit 34 Jahren. Ja.. Das spiele ich…

MZ: Wann sind Sie zum ersten Mal mit der Musik von Mozart in Kontakt gekommen?

OK: Was ich bereits öfters erzählt habe: Meine Eltern waren der Meinung, dass klassische Musik während der Schwangerschaft gut für das Kind ist und deshalb haben sie mir bereits da klassische Musik vorgespielt – sicherlich war da auch Mozart bei. Und sehe da – das Ergebnis: Ich spiele im Musical „MOZART!“. *lacht*

MZ: „MOZART!“ ist ihr erstes Engagement in Wien. Wie haben Sie die Stadt bisher wahrgenommen?

OK: Ganz ehrlich gesagt: Bis jetzt habe ich sehr viel meine Wohnung und das Theater gesehen, da wir derzeit noch viel für die Cover proben, die ihre Rollen noch einstudieren müssen. Was ich schon von Wien gesehen habe finde ich wunderschön. Ich freue mich jetzt schon auf die Weihnachtszeit, was auch schon einige Wiener gesagt haben – die soll sehr schön sein! Schön Eislaufen gehen beim Rathaus, Glühwein und all die Weihnachtsmärkte anschauen… Ja – da freue ich mich riesig drauf!

MZ: In Ihrem letzten Engagement beim „Phantom der Oper“ im Ensemble und Cover von z.B. Raoul zu sehen – ist Ihnen die Abwechslung im Theater wichtig oder freuen Sie sich nun darüber dauerhaft eine Rolle zu spielen?

OK: Es spricht für beides etwas… Ich habe während meiner 1,5 Jahre beim „Phantom“ etwa zehn Rollen gespielt und das hat sehr viel Spaß gemacht! Ich wusste meist morgens nicht, was ich spielen werde und bei einem täglichem Anruf habe ich erfahren, was ich spielen werde – manchmal auch eine der Hauptrollen. Da hat man gar keine Chance nachzudenken, wie man sich vorbereite – man muss einfach immer auf alles vorbereitet sein! Aber jetzt macht es natürlich sehr viel Spaß, weil man eine Rolle ständig spielt und man so viel in der Rolle entdecken kann. Das habe ich natürlich beim „Phantom“ auch gemacht! Ich hatte das Glück den „Raoul“ über 200 Mal spielen zu dürfen und ich kann – glaube ich – auch wirklich sagen, dass ich die Rolle gespielt habe und da auch viel entdeckt habe.
Wie gesagt: Es macht natürlich auch Spaß jeden Abend eine Rolle zu spielen und es ist jedes Mal wieder eine Reise – mal sehen, wo wir heute Abend wieder rauskommen…

MZ: Nachdem Sie gerade erst am Anfang Ihrer Karriere stehen: Was für Rollen möchten Sie unbedingt während ihrer Bühnenkarriere gespielt haben?

OK: Ich würde mich sehr freuen, wenn die VBW zum Beispiel „Pippin“ nochmal zurückbring oder „Rudolf“ – das würde ich auch sehr gerne mal spielen… Ich würde gerne mal Rudolf in „Elisabeth“ spielen, den Tod auch… Es sind viele, viele Rollen! „Miss Saigon“ auf jeden Fall noch! Wenn ich noch ein bisschen besser Gitarre spielen könnte- ich weiß nicht, ob Sie das kennen – das ist „Once“, ein Musical aus England. Vielleicht mal in Deutschland oder in Holland, vielleicht würde ich dann nochmal in meiner Heimat spielen. Das Phantom natürlich, den Javert…
Soll ich noch weitergehen? *lacht*
Ja – es gibt so vieles… Aber es ist gut, dass es so vieles gibt! Tony in der „West Side Story“ natürlich – das ist natürlich eine Wahnsinns-Rolle!
Ja… Es gibt viele…

MZ: Gibt es eine Botschaft aus „MOZART!“, die Sie unseren Lesern mitgeben möchten?

OK: Was ich als Darsteller jetzt erfahren habe ist, dass es immer diesen Kampf zwischen dem wahren Leben und der Kunst sozusagen gibt… Oder der Arbeit, einer Karriere oder irgendwas. Und man muss, glaube ich, immer – was man auch macht – die Balance finden, weil wenn man nur auf das eine achtet, dann ist man nicht die Person, die man ist. Diese Balance muss man immer erneut finden, weil, ich glaube, an verschiedenen Zeitpunkten ist es so, dass man verschiedene Prioritäten hat und man immer wieder herausfinden, was wichtig ist.
Dass ist das, was ich jetzt als Darsteller erfahren habe – was ich gelernt habe von diesem Stück!

MZ: Vielen Dank für Ihre Zeit und alles Gute!

Das Video-Interview inklusive einiger Szenen aus „MOZART!“ könnt ihr hier anschauen:

Wer Oedo Kuipers und „MOZART!“ live sehen möchte kann hier Tickets für das Musical in Wien bestellen!

Vielen Dank an die Vereinigten Bühnen Wien für die Interview-Möglichkeit sowie die Bereitstellung des Videomaterials und Oedo Kuipers für die Beantwortung der Fragen!

(Bildquelle (c) Rafaela Pröll)

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