Wir hatten die Möglichkeit dem „Tod“ , aus dem Kult-Musical „Elisabeth“ von Michael Kunze und Sylvester Levay, einen Tag vor der München-Premiere im Deutschen Theater ein paar Fragen zu stellen – hier sind die Antworten von Mark Seibert:

Musicalzone.de: Herr Seibert – könnten Sie bitte sich und ihre aktuelle Rolle unseren Lesern vorstellen.

Mark Seibert: Also: Mein Name ist Mark Seibert und ich darf den Tod in dem Musical „Elisabeth“ spielen.

MZ: Was macht das Musical „Elisabeth“ für Sie so besonders?

MS: Es ist zum einen eine sehr berührende, schöne Geschichte – man sieht ein bisschen den anderen Teil des Lebens der Kaiserin Elisabeth und nicht den Teil, den man vielleicht aus den Filmen kennt. Speziell was meine Rolle betrifft finde ich diese Erschaffung der Rolle „der Tod“, dass der Tod eine Liebesbeziehung mit Elisabeth hat – das macht es natürlich besonders interessant – das gab es logischerweise im Film nicht. Und was ich festgestellt habe, weil ich schon einige Jahre bei dem Musical dabei bin und die Rolle spielen darf, dass vor allem neben einer wunderbaren Musik von Sylvester Levay, sich jeder Zuschauer in einer der Rollen wiederfinden kann. Wunderbare Songs, wie „Ich gehör nur mir“, die Leute sehr berühren. Das ist wahrscheinlich die Mischung, die ein sehr erfolgreiches Musical ausmacht.

MZ:  Welche Nummer mögen Sie in der Show am liebsten?

MS: Also ich persönlich mach sehr gerne das Duett mit Rudolf zusammen: „Die Schatten werden länger“ – das was wir vorhin auch gezeigt haben (Anm. der Redaktion: Einen Szenenzusammenschnitt aus „Elisabeth“ haben wir für euch am Ende der News eingefügt). Das finde ich eine Nummer, die hat ordentlich Power, hat eine gute Aussage und kommt auch meistens sehr gut an, aber auch das wechselt immer mal wieder. Ich habe auch ein wunderbares Duett mit Elisabeth zusammen: „Wenn ich tanzen will“ – auch eine wunderschöne Nummer. Ich kann mich da gar nicht genau festlegen, weil das auch immer mal wieder phasenweise wechselt.

MZ: Wie kamen Sie zum Musical – wann stand fest, dass Sie das beruflich machen wollen?

MS: Eigentlich relativ spät… Also ich habe erst ein Betriebswirtschafts-Studium angefangen, habe das dann aber abgebrochen und das dann später im Fernstudium nachgeholt – vor ein paar Jahren. Aber ich war mit 20 oder 21, dann glaub ich auf der Musicalschule am Konservatorium der Stadt Wien – ich habe dort meine Ausbildung gemacht. Damit war ich schon einer der älteren – da gab es schon neben mir auch Kollegen, die waren 17, 18, 19 und da war ich mit meinen 20 oder 21 schon einer der älteren. Aber ich habe es nicht bereut, es macht Spaß und bin dafür dann auch recht gut in das Berufsleben reingekommen und habe damit auch etwas aufholen können.

MZ: Was ist ihr „Lieblingsmusical“ und haben Sie eine „Traumrolle“?

MS: Bei Traumrollen bin ich immer vorsichtig, weil da bin ich abergläubisch – die verrate ich nicht gerne *lacht*. Ich kann im Nachhinein nur sagen, dass der Tod für mich immer so eine „Traumrolle“ war – jetzt darf ich das sagen, weil ich sie spiele. Lieblingsmusicals selber – ich habe da jetzt gar nicht ein spezielles Musical, also ich sehe es jetzt zum einen nicht nur als Publikum, als Mark, sondern ich sehe es auch natürlich immer mit einem gewissen Weitblick, dass es auch Musicals gibt, die sehr, sehr gut sind, mir aber gar nicht so gefallen, aber gut sind und funktionieren. Also ich bin da mittlerweile, wenn man da drin steckt in diesem Beruf kriegt man verschiedene Ansichten auf die Branche und ich kann es jetzt auch gar nicht mehr so als neutraler, objektiver Zuschauer sagen.

MZ: Was machen Sie neben ihrem Beruf – was sind ihre Hobbies?

MS: Also ich mach sehr gerne Sport – das ist für mich auch ein sehr guter Ausgleich neben dem Beruf. Ansonsten muss man sehr viel Zeit für den Job selber investieren. Auch Urlaube – ich versuche trotzdem noch etwas von der Welt zu sehen. Ich lese, interessiere mich auch sonst für politische und wirtschaftliche Themen ein bisschen, also jetzt nicht nur, was im Theater passiert, sondern auch noch was außerhalb passiert – und so ist dann der Tagesablauf auch oft schon voll!

MZ: Und zum Schluss: Haben Sie eine Message aus der Show, die Sie unseren Lesern mitgeben möchten?

MS: Das ist jetzt aber schwierig, wenn man einer Sekunde  kreativ sein muss… Eine Message – Nein. Also ich kann nur sagen – ich bin jetzt bei „Elisabeth seit über 3 ein halb Jahren dabei, mit Pausen zugegebenermaßen, und ich muss sagen, dadurch dass ich jetzt in den letzten Jahren die Chance hatte gottseidank gute Angebote zu bekommen, spricht das eigentlich ein bisschen dafür, dass die Show wirklich toll ist – sonst würde ich nicht so lange da bleiben. Ich bin nach wie vor, nach über 500 Shows,  fasziniert und weiß dass viele Leute „Elisabeth“ schon kennen und die kommen auch alle bestimmt gerne wieder, aber für die Leute, die es nicht kennen: Wenn man Musicals mag, dann muss man „Elisabeth“ wirklich mal gesehen haben!

MZ: Vielen Dank für Ihre Zeit!

 

Wer sich das Interview lieber anschauen möchte kann das hier tun:

Und ein paar Eindrücke aus der Show könnt ihr in unserem Zusammenschnitt gewinnen:

Vielen Dank an das Deutsche Theater München, Semmel Concerts und Mark Seibert für die Interview-Möglichkeit!

(Bildquelle (c) Herbert Schulze)

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