Besuchte Vorstellung: 25. Juni 2015 (Premiere) im „Deutschen Theater“, München

Der Film „Die Ritter der Kokosnuss“ ist Kult! Monty Phytons Komödie über Ritter ohne Pferde, fliegende Kühe und mordende Hasen gibt es seit zehn Jahren auf der Musicalbühne. Nun wird das Stück zum ersten Mal in München gespielt – wir verraten euch, ob das Stück auf der Bühne funktioniert und ihr die Kokosnüsse satteln solltet.

In dem Musical geht es um König Arthus der eine Gruppe außergewöhnlicher Männer um sich schart, damit diese Ritter seiner sehr runden Tafelrunde angehören. Mit dieser außergewöhnlicher Truppe begibt er sich im pestverseuchten England aufn Geheiß der Fee aus dem See auf die Suche nach dem heiligen Gral (das ist so ‘ne Art Pokal). Auf Ihrer abenteuerlichen Reise treffen sie auf viele außergewöhnliche Gestalten und müssen sich einigen Herausforderungen stellen.

König Arthus wird gespielt von Eric Hättenschwiler. Er spielt den Anführer mit kräftiger Stimme und einer überheblichen Art, wodurch seine Position sofort klar ist. Trotz seiner Position merkt man, dass er als König nicht immer einen konkreten Plan hat, was für viele komische Situationen sorgt.

Sandra Studer spielt als „Fee aus dem See“ die Diva in der Show. Sie unterstützt den König bei seiner Reise und spannt immer wieder gekonnt den Bogen zum Musical an sich und parodiert das Genre. Das gelingt gut und zeigt gut die Ironie, mit welcher das Stück zu sehen ist.

Alle anderen neun Mitglieder des Ensembles spielen gleich mehrere sehr unterschiedliche Rollen, teils mit großen Solo Parts, teils nur kleine Ensembleparts. Alle haben ein außergewöhnliches humoristisches Timing und gute Stimmen.

Die sechs-köpfige Band unter der Leitung von Hans Ueli Schlaepfer meistert die verschiedenen Musikrichtungen gekonnt und fehlerfrei. Zwar hat die kleine Band nicht den sattesten Sound, aber in dem gegeben Rahmen erzeugt sie eine gute Klangkulisse für das wilde Treiben auf der Bühne.

Die Bühne wird dauerhaft geschmückt  von einem Portal, das an Burgmauer erinnert. Das Innere wird dabei je nach Szene mit kleinen Elementen, die zwar einfach sind, aber durch den Acryl-Stil einen gewissen Charme ausstrahlen. Teilweise schmückt nur ein Stein während einer politischen Grundsatzdiskussion  die Bühne während bei einer langen Szene ein „teurer und vom Bühnenbildner aufwändig-gestalteter Wald“, bestehend aus vier Bäumen, das Geschehen verortet.

Besonders hervorzuheben ist natürlich der gekonnt eingesetzte, aber auch teils alberne Humor, des Stücks. Außerdem wurden viele Gags an den Spielort München angepasst, welche  auch für Münchner den Spaßfaktor noch einmal erhöhen. Ebenfalls kann man gelungene Tanzszenen betrachten, die trotz des kleinem Ensembles ihre Wirkung entfalten.

Alles in allem ist „Spamalot“ ein gelungener Spaß, wenn man sich auf den Spaß einlassen kann und sich von den Gags mitreißen lässt. Einmal infiziert (zum Glück nicht mit der Pest) kann man nicht mehr anders als sich von Feel-Good-Songs wie „Always look on the bright side of life“ mitreißen zu lassen.

Das Musical ist noch bis 12. Juli im „Deutschen Theater“ in München zu sehen – Tickets gibt es hier!

Vielen Dank an das „Deutsche Theater München“ für die freundliche Bereitstellung eines Tickets!

(Bildquelle (c) Christian Knecht)

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