Besuchte Vorstellung: 25. September 2016 im Salzburger Landestheater

Ihre Filme sind Kult und auch auf der Bühne gibt es inzwischen ihre verrückte Comedy: Die Rede ist natürlich von der britischen Truppe Monty Python!

Das Salzburger Landestheater hat nun ihr Musical „Spamalot“ auf dem Spielplan. Wir haben die Produktion besucht und verraten euch, ob ihr die Reise in das mittelalterliche England wagen solltet:

In dem Musical geht es um König Artus, der eine Gruppe außergewöhnlicher Männer um sich schart und sie zu seinen Rittern der Tafelrunde ernennt. Mit dieser verrückten Truppe begibt er sich im pestverseuchten England, auf Gottes Geheiß, auf die Suche nach dem Heiligen Gral, nachdem ihn die Fee aus dem See zum König ernannt hat. Auf Ihrer abenteuerlichen Reise treffen sie auf viele außergewöhnliche Gestalten und müssen sich einigen kuriosen Herausforderungen stellen. Das Stück basiert auf dem Film „Die Ritter der Kokosnuss“ aus dem Jahr 1974. Dementsprechend erwartet den Besucher viel schwarzer oder sinnfreier Humor, der einen lustigen Abend verspricht.

Die Band unter der Leitung von Peter Ewaldt spielt die abwechslungsreiche und genreübergreifende Musik von Eric Idle fehlerfrei und erzeugt einen satten Klang, der das Geschehen auf der Bühne gut untermalt, wobei zeitweise die Darsteller leider übertönt werden. Teilweise ist die 14-köpfige Band, die auf der Drehbühne sitzt, auch in das Bühnengeschehen eingebunden.

Als König Artus steht Uwe Kröger auf der Bühne. Er ist der Anführer der Tafelrunde, welcher das Geschehen stets dramatisiert und selbst etwas trottelig ist. Kröger spielt die Rolle gekonnt überzogen und sorgt für einige Lacher.

Die Fee aus dem See spielt Pia Douwes. Sie lässt in der Rolle die Diva raushängen und zeigt komödiantisches Talent. Auch die oftmals bewusst übertriebenen Töne meistert sie mit kräftiger Stimme.

Die weiteren Cast-Mitglieder sind in diverse Rollen zu sehen. Alle können stimmlich, durch ihr Schauspiel sowie mit ihrem Humor punkten und sorgen für einen unterhaltsamen Abend.

Die Inszenierung von Andreas Gergen hat ein schnelles Tempo, was die Choreografien von Kim Duddy nochmals unterstützen, und es gibt viele kreative Einfälle, die – abseits des Buches – für Gags sorgen sind und oft im Detail liegen.

Das Bühnenbild ist einfach gehalten: Das gesamte Stück über ist die Burg Camalot im Hintergrund zu sehen und kleinere Bühnenelemente, die alle in einem schönen, comichaften Stil bemalt sind, außerdem werden passende Lichtstimmungen verwendet, um die Handlung zu unterstützen. Die Kostüme der Produktion sind kreativ gestaltet und wirken zeitgerecht, teils sind sie aber auch bewusst übertrieben entworfen worden.

Wenn man den Humor von Monty Python mag, dann erwartet einen im Salzburger Landestheater bei „Spamalot“ ein lustiger Abend mit einer guten Cast und einer kreativen Ausstattung.

Weitere Informationen sowie Tickets bekommt ihr hier.

Vielen Dank an das Salzburger Landestheater für die freundliche Bereitstellung der Tickets.

(Bildquelle (c) Anna-Maria Löffelberger)

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