Besuchte Vorstellung: 23. April 2015 (Premiere) im „Prinzregententheater“ in München

Jetzt hat das Gärtnerplatztheater München das Stück „Singin‘ in the rain“ auf dem Spielplan stehen und wir verraten euch, ob es sich lohnt das Prinzregententheater zu besuchen.
Vier Leute, denen ich erzählt habe, dass ich in „Singin‘ in the rain“ gehe, haben angefangen den Titelsong-Song zu singen – kein Wunder der Musik-Film ist Kult!


Das Musical besitzt zwar deutsche Dialoge und Gags aber die Songs werden in Englisch gesungen.

Die Geschichte dreht sich um die zwei Stummfilmstars Lockwood & Lamont, welche die Umstellung zum Tonfilm mitbekommen. Durch seine Musical-Ausbildung ist das für Don Lockwood überhaupt kein Problem, allerdings floppt der erste Tonfilm der beiden aufgrund der schrillen Stimme von Lina Lamont – um den Film zu retten, muss eine andere Stimme her!

Daniel Prohaska spielt den Filmstar Don Lockwood. Er ist einem durch seine charmante Art sofort sympathisch. Seine starke Stimme kommt vor allem im Titelsong zur Geltung und dort bemerkt man auch seine enorme Spielfreude, da er auch im echten Regen mit einem breiten Grinsen tanzt.

Peter Lesiak ist als Cosmo Brown Dons bester Freund. Er steht zwar dauerhaft im Schatten von Lockwood aber spätestens nach „Make ‘Em Laugh“ ist er, durch sein sympathisches Spiel, ein absoluter Publikumsliebling.

Bettina Mönch spielt das Dummerchen Lina Lamont. Sie macht ihre Arbeit so gut, dass man sich wünscht die Stimme von Lina wäre nicht so schräg. Nur in „Whats wrong with me“ kann man ihre eigentlich so klare und starke Stimme im Ansatz erkennen, die sonst im ganzen Stück grandios verstellt ist.

Nadine Zeitl ist als Kathy Selden die Synchronstimme von Lina und die Geliebte von Don. Im Zusammenspiel mit Prohaska nimmt man ihnen das Liebespaar ohne Probleme ab. In „Would you?“ kann man ihre zarte, aber auch gleichzeitig starke Stimme perfekt genießen.

Erwin Windegger ist R. F. Simpson, der Chef der Filmstudios. Er spielt die kleinere Hauptrolle mit vielen Gags als Klischee-Chef, dauernd mit der Zigarre im Mund, aber das macht viele seiner Gags aus. Leider hat er keinen Song.

Die Hauptdarsteller werden von einem großen Ensemble unterstützt, welche alle kleineren Rollen übernehmen. Die großen Tanzszenen, wie vor allem das Finale oder beim „Broadway Ballet“ werden synchron getanzt und beeindrucken durch komplexe Choreographien. In der Summe hat das Ensemble auch eine starke Stimme.

Das große Orchester unter der Leitung von Jeff Frohner spielt die broadwayartige Musik einwandfrei und liefert einen starken Klang.

Die Bühne begeistert durch abwechslungsreiche, große Bühnenbilder, welche vom tristen Studiobüro bis zur aufwendigen Filmkulisse oder nassen Straße reichen.

„Singin‘ in the rain“ ist eine Produktion, die beim Anschauen einfach Spaß macht! Die Darsteller transportieren u.a. durch die schwungvollen Songs viel Spielfreude, sodass einem Abend ohne Sorgen und mit viel Spaß nichts mehr im Weg steht!

Bis Ende Mai könnt ihr das Stück noch im Prinzregententheater anschauen – Tickets gibt es hier!

Vielen Dank an das Gärtnerplatztheater für die freundliche Bereitstellung der Tickets!

(Bildquelle (c) Marie-Laure Briane)

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